Die endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie ist ein modernes und minimalinvasives Operationsverfahren zur Behandlung der chronischen Sinusitis und anderer Erkrankungen der Nasennebenhöhlen. Diese fortschrittliche Technik ermöglicht mithilfe spezieller endoskopischer Kameras einen direkten Zugang zu den Nasennebenhöhlen, ohne dass außerhalb der Nase ein Schnitt gesetzt wird.
Anders als bei herkömmlichen offenen Operationen ermöglicht sie den Patienten eine schnellere Heilung und eine zügigere Rückkehr in den Alltag.
In welchen Fällen wird sie angewendet?
Die endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie kommt vor allem in folgenden Situationen zum Einsatz:
- Chronische Sinusitis, die auf eine medikamentöse Behandlung nicht anspricht
- Wiederkehrende akute Nebenhöhlenentzündungen
- Nasenpolypen
- Pilzinfektionen der Nasennebenhöhlen
- Zystische Bildungen in den Nebenhöhlen
- Anhaltende Verstopfung der Nebenhöhlenausgänge
- Verlust des Geruchssinns
- Anhaltende Kopf- und Gesichtsschmerzen
Wie wird der Eingriff durchgeführt?
Die Operation wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert je nach Umfang des Eingriffs durchschnittlich 1 bis 2 Stunden. Über die Nasenlöcher wird ein dünnes Endoskop eingeführt, das die Nebenhöhlen auf einem Bildschirm sichtbar macht.
Mit speziellen mikrochirurgischen Instrumenten werden die verstopften Nebenhöhlenausgänge geöffnet, entzündetes Gewebe und Polypen entfernt sowie eine natürliche Belüftung der Nebenhöhlen wiederhergestellt. Die Funktionsweise wird dabei so weit wie möglich erhalten — dies ist das Grundprinzip der funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie.
Vorteile des Verfahrens
Da außen kein Schnitt erfolgt, bleibt keine sichtbare Narbe zurück. Die Schädigung des gesunden Gewebes wird minimiert, die Blutung ist gering und die Genesung verläuft schneller. Dank der endoskopischen Sicht ist eine deutlich präzisere Arbeit möglich als bei herkömmlichen Verfahren.
Bei Bedarf kann dieser Eingriff gleichzeitig mit einer Nasenästhetik oder einer Septumkorrektur durchgeführt werden.
Genesung nach der Operation
Nach der Operation ist eine leichte Nasenverstopfung normal. Wir verwenden statt herkömmlicher Tamponaden bevorzugt Silikonschienen, damit unsere Patienten so komfortabel wie möglich atmen können.
Der Patient kann in der Regel nach 1 bis 2 Wochen zu seinen normalen täglichen Aktivitäten zurückkehren, die vollständige Heilung kann jedoch 4 bis 6 Wochen dauern. In dieser Zeit sind regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösung und die Einhaltung der ärztlichen Anweisungen entscheidend.
Die Kontrolltermine sind sehr wichtig: In der Nase können sich Krusten bilden, die bei Bedarf in der Praxis gereinigt werden. So wird der Heilungsverlauf unterstützt und das Risiko eines Wiederauftretens verringert.